Freikirche verstehen · Christliches Zentrum Bern

Was ist eine Freikirche?

Eine Freikirche ist eine christliche Gemeinde, die unabhängig vom Staat organisiert ist. Sie erhebt keine Kirchensteuer und trägt sich über freiwillige Gaben. Mitglied wird man aus eigenem Entscheid, und in der Lehre hält sie sich eng an die Bibel.

Das Christliche Zentrum Bern ist eine Freikirche. Hier steht, was das Wort bedeutet, woran man eine Freikirche erkennt und worin sie sich von der Landeskirche unterscheidet.

Auf einen Blick

Zum Staat
unabhängig, privatrechtlich organisiert, meist als Verein
Geld
freiwillige Gaben, keine Kirchensteuer
Mitglied
wer sich selbst dafür entscheidet
Taufe
meist auf das eigene Bekenntnis
Leitung
durch die Gemeinde, oft in einem Verband
Kanton Bern
über 300 privatrechtlich organisierte christliche Gemeinschaften, die grösste Gruppe sind Freikirchen

Zahl für Bern: Kanton Bern, Christliche Gemeinschaften

Der Begriff

Was bedeutet Freikirche?

«Frei» heisst hier: frei vom Staat. Im Kanton Bern sind drei Kirchen öffentlich-rechtlich anerkannt, die reformierte, die römisch-katholische und die christkatholische. Man nennt sie Landeskirchen. Ihre Mitglieder zahlen Kirchensteuer, und ihre Kirchgemeinden decken das ganze Kantonsgebiet ab.

Eine Freikirche hat diese Anerkennung nicht. Sie ist privatrechtlich organisiert, meist als Verein, und regelt Lehre, Leitung und Finanzen selbst. Beliebig ist sie deswegen nicht. Viele Freikirchen sind aus dem Wunsch entstanden, den Glauben bewusst zu leben und sich eng an die Bibel zu halten. Darum zählt der eigene Entscheid: Dazu gehört, wer selbst glaubt und dabei sein will.

Woran man sie erkennt

Vier Merkmale einer Freikirche

Keine Freikirche gleicht genau der anderen. Diese vier Punkte gelten aber für die allermeisten.

  1. Mitglied aus eigenem Entscheid

    In eine Freikirche wird man nicht hineingeboren. Wer dazugehören will, entscheidet das selbst, meist als Jugendlicher oder Erwachsener.

  2. Getragen von freiwilligen Gaben

    Es gibt keine Kirchensteuer. Die Gemeinde lebt von dem, was ihre Leute freiwillig geben, an Geld und an Zeit.

  3. Unabhängig vom Staat

    Sie braucht keine staatliche Anerkennung. Über Lehre, Leitung und Finanzen entscheidet die Gemeinde selbst, oft zusammen mit einem Verband, dem sie sich angeschlossen hat.

  4. Taufe auf das eigene Bekenntnis

    Getauft wird in der Regel, wer selbst glaubt. So halten es die meisten Freikirchen, eine Vorschrift für alle ist es nicht.

Gegenübergestellt

Freikirche und Landeskirche im Vergleich

Beide sind christliche Kirchen und bekennen sich zu Jesus Christus. Verschieden sind der Aufbau, das Geld und meist auch die Taufe. Sechs Punkte nebeneinander:

Freikirche und Landeskirche, sechs Punkte
PunktFreikircheLandeskirche
Zum Staatprivatrechtlich, ohne staatliche Anerkennungöffentlich-rechtlich anerkannt
Geldfreiwillige Gaben, keine Kirchensteuervor allem Kirchensteuer
Mitglieddurch eigenen Beitrittmeist ab der Kindstaufe, bis zum Austritt
Taufemeist auf das eigene Bekenntnisin der Regel als Kind
Leitungdie Gemeinde selbst, oft in einem VerbandKirchgemeinden einer kantonalen Landeskirche
Gottesdienstfreiere Form, oft mit Bandmeist feste Liturgie, oft mit Orgel

Ausführlich, mit den drei Landeskirchen im Kanton Bern: Freikirche oder Landeskirche?

Die häufigste Frage

Warum Freikirchen später taufen

Kaum etwas wird zu Freikirchen so oft gefragt wie die Taufe. Die Antwort hängt am ersten Merkmal: Wer aus eigenem Entscheid dazugehört, wird nicht schon als Säugling getauft. Darum lassen sich in den meisten Freikirchen Menschen taufen, die selbst glauben, oft als Erwachsene.

Wer getauft wird und was die Taufe bedeutet, steht unter Die Taufe in der Freikirche.

Oft gefragt

Freikirche oder Sekte?

Die Frage ist berechtigt, und eine gesunde Gemeinde hält ihr stand. Die Bibel steht über der Leitung, wer kommt, darf jederzeit wieder gehen, und niemand redet dir ins Privatleben hinein. Vorsicht ist angebracht, wo eine Gruppe sich abschottet, einen Menschen unantastbar macht oder Druck aufbaut.

Die Merkmale einer Sekte im Einzelnen: Ist eine Freikirche eine Sekte?

In der Schweiz

Welche Freikirchen gibt es in der Schweiz?

Die Bandbreite ist gross: freie evangelische Gemeinden, Chrischona-Gemeinden, Baptisten, Methodisten, Mennoniten, die Heilsarmee und pfingstlich geprägte Gemeinden, dazu jüngere Kirchen, die in den letzten Jahrzehnten entstanden sind. Sie unterscheiden sich in Grösse und Stil. Gemeinsam ist ihnen, dass sie unabhängig vom Staat sind und die Bibel ins Zentrum stellen.

Im Kanton Bern sind laut Kanton über 300 christliche Gemeinschaften privatrechtlich organisiert. Die grösste Gruppe bilden die traditionellen Freikirchen, viele davon in der Evangelischen Allianz zusammengeschlossen. Wie man in Bern eine passende Gemeinde findet, steht unter Freikirche in Bern finden.

Quelle: Kanton Bern, Fachstelle für kirchliche und religiöse Angelegenheiten, Christliche Gemeinschaften.

Wir selbst

Das Christliche Zentrum Bern ist eine Freikirche

Das Christliche Zentrum Bern ist eine Freikirche mit pfingstlicher Prägung, unabhängig vom Staat und getragen von den Menschen, die dazugehören. Am Sonntag predigen wir durch ganze Bücher der Bibel, abwechselnd aus dem Alten und dem Neuen Testament.

Was wir glauben, steht Punkt für Punkt unter Was wir glauben, und was das Wort Pfingstgemeinde meint, auf einer eigenen Seite. Gottesdienst ist jeden Sonntag um 10:00 Uhr an der Fabrikstrasse 12, im Erdgeschoss: Gottesdienst in Bern.

Häufige Fragen

Was oft gefragt wird

Was bedeutet Freikirche?

Das Wort «frei» meint unabhängig vom Staat. Eine Freikirche ist nicht öffentlich-rechtlich anerkannt, erhält keine Kirchensteuer und bestimmt Lehre, Leitung und Finanzen selbst. Sie lebt von freiwilligen Gaben, und zu ihr gehört, wer sich selbst dafür entschieden hat.

Ist eine Freikirche auch eine christliche Kirche?

Ja. Freikirchen sind christliche Gemeinden. Sie bekennen sich zu Jesus Christus und halten sich an die Bibel. Von den Landeskirchen unterscheiden sie sich im Aufbau und in der Finanzierung.

Wie finanziert sich eine Freikirche?

Über die freiwilligen Gaben ihrer Mitglieder und Besucher. Eine Kirchensteuer gibt es nicht, und vom Staat erhält eine Freikirche in der Regel kein Geld.

Muss man in einer Freikirche Mitglied sein, um mitzumachen?

Nein. In fast allen Freikirchen kann man den Gottesdienst einfach besuchen, ohne Mitglied zu sein und ohne sich anzumelden. Mitglied wird man später, wenn man will.

Ist das Christliche Zentrum Bern eine Freikirche?

Ja. Das Christliche Zentrum Bern ist eine Freikirche mit pfingstlicher Prägung. Es ist unabhängig vom Staat und lebt von freiwilligen Gaben. Gottesdienst ist jeden Sonntag um 10:00 Uhr an der Fabrikstrasse 12 in Bern.

Am Sonntag

Der nächste Gottesdienst ist am Sonntag.

Sonntag, 11. Oktober, 10:00 Uhr an der Fabrikstrasse 12 in Bern, aus Lukas. Danach essen wir zusammen.

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