Freikirche verstehen · Bern

Was ist eine Freikirche?

Eine Freikirche ist eine christliche Gemeinde, die unabhängig vom Staatorganisiert und finanziert ist. Hier steht, woran du sie erkennst, wie sie sich von der Landeskirche unterscheidet — und was es mit Taufe und dem Sekten-Verdacht auf sich hat.

Was ist eine Freikirche? Kurz erklärt

Eine Freikirche ist eine christliche Gemeinde, die unabhängig vom Staat organisiert und finanziert ist. Das ist die ganze Bedeutung des Wortes «frei». Sie trägt sich über freiwillige Spenden statt über die Kirchensteuer. Man tritt ihr bewusst bei, statt in sie hineingeboren zu werden. In der Lehre hält sie sich betont eng an die Bibel.

Der Begriff

Warum «frei»?

Das Wort führt leicht in die Irre. «Frei» meint hier nicht beliebig, sondern schlicht: unabhängig vom Staat.

Eine Freikirche ist nicht öffentlich-rechtlich anerkannt wie die reformierte oder die katholische Landeskirche. Sie bekommt keine Kirchensteuern und regelt ihre Lehre, ihre Leitung und ihre Finanzen selbst. Getragen wird sie von den Menschen, die dazugehören: durch ihre Zeit, ihr Engagement und ihre freiwilligen Gaben.

Historisch sind viele Freikirchen aus dem Wunsch entstanden, den Glauben bewusst zu leben und sich eng an die Bibel zu halten. Deshalb zählt fast immer die persönliche Entscheidung: das eigene Ja zum Glauben, bewusst gewählt statt geerbt.

Woran man sie erkennt

Vier typische Merkmale.

Nicht jede Freikirche ist gleich. Diese vier Punkte findest du aber bei den allermeisten.

01

Freiwillige Mitgliedschaft

Man wird nicht in eine Freikirche hineingeboren, sondern tritt bewusst bei. Der Glaube gilt als persönliche Entscheidung, nicht als Herkunft.

02

Finanzierung durch Spenden

Freikirchen erheben keine Kirchensteuer. Sie tragen sich über die freiwilligen Gaben ihrer Mitglieder und Besucher.

03

Unabhängig vom Staat

Sie sind privatrechtlich organisiert und in der Regel nicht öffentlich-rechtlich anerkannt. Sie regeln Lehre, Leitung und Finanzen selbst.

04

Taufe als bewusster Schritt

Getauft wird, wer selbst glaubt und den Schritt gehen will. Eine verbreitete Tendenz, keine feste Regel für alle.

Gegenübergestellt

Freikirche und Landeskirche nebeneinander.

Beide sind christliche Kirchen. Der Unterschied liegt nicht im Bekenntnis zu Jesus Christus, sondern in der Organisation.

Sechs Punkte im direkten Vergleich
PunktFreikircheLandeskirche
MitgliedschaftBewusster Beitritt als eigener Schritt.Meist von Geburt und Kindstaufe an, bis zum formellen Austritt.
FinanzierungKollekte und freiwillige Spenden. Keine Kirchensteuer.Kirchensteuer, vom Staat eingezogen.
TaufeMeist Taufe auf das eigene Bekenntnis.In der Regel Kindstaufe.
LeitungEigenständig oder in einem freiwilligen Verband.Eingebunden in kantonale und überregionale Strukturen.
Zum StaatPrivatrechtlich, ohne staatliche Anerkennung.Öffentlich-rechtlich anerkannt.
GottesdienstFreiere Form, oft mit Band und Alltagssprache.Meist feste Liturgie, oft mit Orgel.

Der Vergleich ausführlich, mit Beispielen →

Die häufigste Frage

Warum die Taufe hier später kommt.

Rund um Freikirchen wird kaum etwas so oft gefragt wie die Taufe. Sie hängt am ersten Merkmal dieser Seite: Wo die Zugehörigkeit als eigene Entscheidung verstanden wird, kann die Taufe nicht am Anfang eines Lebens stehen. Darum ist sie in den meisten Freikirchen ein Schritt, den ein Mensch für sich selbst geht.

Was die Taufe bedeutet, wer getauft wird und wie das Christliche Zentrum Bern sie versteht →

Offen gefragt

Und die Frage nach der Sekte?

Ist eine Freikirche eine Sekte? Die Frage kommt oft, und sie ist berechtigt. Eine gesunde Gemeinde hält der Prüfung stand: Die Bibel steht über der Leitung, der Austritt ist jederzeit frei, und niemand kontrolliert dein Privatleben. Wo eine Gemeinde sich abschottet, einen Menschen zur Autorität macht oder Druck aufbaut, ist Vorsicht angebracht. Sechs Warnzeichen und die Gegenprobe stehen ausführlich hier: Ist eine Freikirche eine Sekte?

Wir selbst

Wo das Christliche Zentrum Bern steht.

Wir sind eine davon. Das Christliche Zentrum Bern ist unabhängig organisiert und finanziert sich über Spenden. Unser Kennzeichen ist die Art, wie hier gepredigt wird: Buch für Buch durch die ganze Bibel. Was wir inhaltlich vertreten, steht Punkt für Punkt auf Was wir glauben. Und wie es an einem Sonntagmorgen zugeht, zeigt Dein erster Besuch.

Ich aber und mein Haus, wir wollen dem HERRN dienen.

Josua 24,15 · Elberfelder

Häufige Fragen

Kurz nachgefragt.

Was bedeutet Freikirche?

Das Wort «frei» meint hier unabhängig vom Staat. Eine Freikirche ist nicht öffentlich-rechtlich anerkannt, bekommt keine Kirchensteuer und bestimmt ihre Lehre, ihre Leitung und ihre Finanzen selbst. Sie lebt von freiwilligen Gaben. Und zu ihr gehört, wer sich selbst dafür entschieden hat.

Ist eine Freikirche auch eine christliche Kirche?

Ja. Freikirchen sind christliche Gemeinden, die sich zum Glauben an Jesus Christus und zur Bibel bekennen. Der Unterschied zu den Landeskirchen liegt nicht im Christsein, sondern in der Organisation und der Finanzierung.

Welche Freikirchen gibt es in der Schweiz?

In der Schweiz gibt es eine grosse Bandbreite: evangelische und freie evangelische Gemeinden, Chrischona-Gemeinden, Baptisten, die Heilsarmee sowie pfingstlich geprägte Gemeinden. Sie unterscheiden sich in Grösse und Stil, teilen aber den Fokus auf die Bibel.

Muss man in einer Freikirche Mitglied sein, um mitzumachen?

Nein. In den allermeisten Freikirchen kann man einen Gottesdienst einfach besuchen, ohne Mitglied zu sein und ohne sich anzumelden. Eine Mitgliedschaft ist ein späterer, freiwilliger Schritt.

Ist das Christliche Zentrum Bern eine Freikirche?

Ja. Das Christliche Zentrum Bern ist eine bibeltreue Freikirche. Es finanziert sich über Spenden und ist unabhängig vom Staat. Gottesdienst ist jeden Sonntag um 10:00 Uhr an der Fabrikstrasse 12 in Bern.

Konkret in Bern

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