Freikirche verstehen · Vertrauen
Ist eine Freikirche eine Sekte?
Nein. Freikirchen sind christliche Gemeinden. Ob eine Gruppe sektenhaft ist, zeigt ihr Verhalten. Eine Sekte schottet ihre Leute ab, macht einen Menschen unantastbar und hält die anderen mit Geld, Angst und Kontrolle fest. In einer gesunden Gemeinde darf man jede Frage stellen, und wer kommt, darf jederzeit wieder gehen.
Woran man eine Sekte erkennt
Merkmale einer Sekte
Diese sechs Warnzeichen tauchen fast immer auf, wenn eine Gruppe sektenhaft wird. Je mehr davon zusammenkommen, desto deutlicher ist das Bild. Daneben steht, wie es in einer gesunden Gemeinde aussieht.
| Merkmal | In einer Sekte | In einer gesunden Gemeinde |
|---|---|---|
| Abschottung | Der Kontakt zu Familie, Freunden und der Aussenwelt wird eingeschränkt oder schlechtgeredet. | Familie und Freunde bleiben wichtig. Niemand verlangt, Kontakte abzubrechen. |
| Personenkult | Ein Führer gilt als unantastbar. Sein Wort steht über der Bibel und darf nicht hinterfragt werden. | Die Bibel steht über der Leitung. Auch wer leitet, muss sich daran messen lassen. |
| Kontrolle | Die Gruppe bestimmt über persönliche Entscheidungen, bis in Partnerwahl, Geld und Freizeit. | Deine Entscheidungen bleiben deine. Rat bekommst du, wenn du ihn suchst. |
| Kein freier Austritt | Wer gehen will, wird unter Druck gesetzt, mit Angst belegt oder ausgestossen. | Wer gehen will, geht. Ohne Druck und ohne Nachteile. |
| Ausbeutung | Geld und Zeit werden eingefordert, oft über die Kräfte der Leute hinaus. | Geben ist freiwillig. Gäste geben nichts. |
| Wahrheitsmonopol | Nur die eigene Gruppe sei gerettet, alle anderen verloren. Fragen gelten als Untreue. | Fragen und Zweifel sind erlaubt. Gerettet wird, wer Jesus Christus vertraut, unabhängig von einer Gruppe. |
Eine gesunde Gemeinde stellt Jesus Christus in die Mitte. Keinen Leiter und auch nicht sich selbst.
Die Frage nach den Regeln
Welche Regeln gelten in einer Freikirche?
Eine Antwort für alle gibt es nicht. Jede Freikirche ist rechtlich eigenständig, und über ihnen steht keine Behörde, die Vorschriften für alle erlässt. Was in der einen Gemeinde gilt, muss in der nächsten nicht gelten. Wer es genau wissen will, fragt die Gemeinde, um die es geht.
Geregelt ist meist dreierlei: die Zugehörigkeit, das Geld und die Taufe. Im Christlichen Zentrum Bern braucht es für einen Besuch keine Mitgliedschaft, sie ist ein späterer Schritt, den jemand selbst wählt. Die Gemeinde lebt von freiwilligen Gaben, ohne Kirchensteuer, und auf dieser Website steht auch keine Spendenseite. Getauft wird nach dem eigenen Entscheid, nie davor. Mehr dazu unter Die Taufe in der Freikirche.
Eine Verbotsliste gibt es bei uns nicht, und wir drucken auch keine ab. Wo die Bibel etwas klar sagt, nehmen wir das ernst. Darüber lässt sich reden, am besten an einem Sonntag.
Einordnung
Woher kommt die Kritik an Freikirchen?
Wer nach Freikirchen sucht, stösst rasch auf kritische Berichte. Medien und kirchliche Fachstellen haben Fälle dokumentiert: Machtmissbrauch, Druck auf Aussteiger, seelischer Schaden. Diese Berichte sind ernst zu nehmen. Sie beschreiben, was Menschen erlebt haben, und das wird nicht kleiner, weil es anderswo anders läuft.
Zugleich ist «Freikirche» ein Sammelname und kein geschützter Titel. Er deckt sehr verschiedene Gemeinden ab, von einer Handvoll Leuten bis zu grossen Organisationen mit eigener Verwaltung. Kritik an der einen sagt darum wenig über die nächste. Weiter kommt, wer das Verhalten prüft.
Die Tabelle oben taugt dafür als Massstab, besser als jede Selbstauskunft, unsere eingeschlossen. Was wir über uns schreiben, kannst du an einem Sonntag nachprüfen. Wie ein Gottesdienst abläuft, steht unter Dein erster Besuch.
Häufig mitgesucht
Ist eine Pfingstgemeinde eine Sekte?
Nein. Eine Pfingstgemeinde ist eine Freikirche mit pfingstlicher Prägung: Sie rechnet damit, dass Gottes Geist auch heute handelt. Für die Frage nach der Sekte ändert die Prägung nichts. Es zählen dieselben Merkmale wie oben, also der Umgang mit Geld, mit Widerspruch und mit denen, die gehen.
Auch das Christliche Zentrum Bern ist eine Pfingstgemeinde. Was das Wort im Einzelnen bedeutet, steht unter Was ist eine Pfingstgemeinde?
Diese aber waren edler als die in Thessalonich; sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf und untersuchten täglich die Schriften, ob dies sich so verhielt.
Vor Ort
Wo das Christliche Zentrum Bern steht
Im Christlichen Zentrum Bern darf, wer kommt, jederzeit wieder gehen. Geben ist freiwillig, und niemand erwartet von dir ein Bekenntnis, eine Unterschrift oder Geld, damit du dabei sein darfst.
Am Sonntag predigen wir Buch für Buch durch die Bibel. So kann jeder nachprüfen, ob das Gesagte im Text steht, wie die Leute in Beröa, von denen der Vers oben erzählt. Was wir glauben, steht mit allen Bibelstellen unter Was wir glauben, und die Predigten sind im Archiv nachzuhören.
Häufige Fragen
Was oft gefragt wird
Ist das Christliche Zentrum Bern eine Sekte?
Nein. Das Christliche Zentrum Bern ist eine Freikirche. Wer kommt, darf jederzeit wieder gehen, niemand wird unter Druck gesetzt, kontrolliert oder finanziell ausgenutzt. Die Bibel steht über jedem Menschen, auch über der Leitung. Gottesdienst ist jeden Sonntag um 10:00 Uhr an der Fabrikstrasse 12 in Bern.
Woran erkenne ich eine Sekte?
An sechs typischen Warnzeichen: Abschottung von Familie und Aussenwelt, ein unantastbarer Führer, Kontrolle über persönliche Entscheidungen, Druck oder Angst beim Gedanken ans Gehen, finanzielle Ausbeutung und der Anspruch, als einzige Gruppe die Wahrheit zu besitzen. Je mehr davon zusammenkommen, desto deutlicher ist das Bild.
Welche Regeln gelten in einer Freikirche?
Es gibt keine Regeln, die für alle Freikirchen gelten. Jede Gemeinde ist rechtlich eigenständig und legt ihre Ordnung selbst fest. Geregelt ist meist die Zugehörigkeit, das Geld und die Taufe. Im Christlichen Zentrum Bern heisst das: Für einen Besuch braucht es keine Mitgliedschaft, die Gemeinde lebt von freiwilligen Gaben, und getauft wird nach dem eigenen Entscheid.
Warum wird an Freikirchen Kritik geübt?
Medien und kirchliche Fachstellen haben Fälle dokumentiert, in denen in Freikirchen Macht missbraucht, Druck ausgeübt oder ein Austritt erschwert wurde. Diese Berichte sind ernst zu nehmen. Zugleich ist «Freikirche» ein Sammelname für sehr verschiedene Gemeinden. Wer prüfen will, schaut auf das Verhalten: den Umgang mit Geld, mit Widerspruch und mit denen, die gehen.
Ist eine Pfingstgemeinde eine Sekte?
Nein. Eine Pfingstgemeinde ist eine christliche Freikirche mit pfingstlicher Prägung. Ob eine Gemeinde gesund ist, zeigt ihr Verhalten: Darf man Fragen stellen, ist der Austritt frei, steht die Bibel über der Leitung? Das Christliche Zentrum Bern ist eine Pfingstgemeinde. Fragen sind willkommen, und gehen darf jeder, jederzeit.
Darf man eine Freikirche wieder verlassen?
Ja, jederzeit und ohne Nachteile. In einer gesunden Freikirche ist die Zugehörigkeit freiwillig: Man kommt aus eigenem Entscheid und kann genauso frei wieder gehen. Wird ein Austritt erschwert oder mit Druck belegt, ist das ein Warnzeichen.
Muss man in einer Freikirche Geld geben?
Nein. Eine Freikirche lebt von freiwilligen Gaben, und Geben darf nie erzwungen werden. Der Besuch eines Gottesdienstes kostet nichts, und Gäste sind auch zum Mittagessen eingeladen.
Werde ich als Besucher unter Druck gesetzt?
Nein. Du kannst kommen, zuhören und wieder gehen, ohne dass jemand etwas von dir erwartet. Du musst nichts glauben, nichts unterschreiben und nichts geben. Fragen und Zweifel sind willkommen.
Am Sonntag
Der nächste Gottesdienst ist am Sonntag.
Sonntag, 11. Oktober, 10:00 Uhr an der Fabrikstrasse 12 in Bern, aus Lukas. Danach essen wir zusammen.